Beim Pilgern denkt man zunächst einmal an religiöse Menschen, die auf eine Wallfahrtreise gehen. Mittlerweile hat sich die Art der Erholung aber zu einem Trend entwickelt, der von vielen Menschen in allen Altersgruppen genutzt wird. Der wohl bekannteste Pilgerpfad ist die Route nach Santiago de Compostela, allerdings ist der sogenannte Jakobsweg nicht nur aus einer Richtung erreichbar. Wir zeigen, welches die schönsten Touren für Profis und Einsteiger sind:

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Der Camino Frances ab Sarria
Wer nur wenig Zeit mitbringt oder das Pilgern erst einmal ausprobieren möchte, findet auf dem Camino Frances mit Startpunkt in Sarria die perfekte Lösung. Die Distanz beträgt rund 114 Kilometer und ist optimal für Einsteiger, die trotzdem ihre Pilgerurkunde bekommen möchten.
In etwa fünf bis sieben Tagen wandert man hier durch die grüne Natur Galiciens. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut, alle paar Kilometer gibt es Herbergen und kleine Läden. Der Weg ist mit sanften Hügeln und vielen schattigen Flächen gut begehbar, auch wenn die körperliche Belastbarkeit nicht zu hoch ist.
Auch ab St. Jean geht es nach Santiago de Compostela
Zu einem der schönsten Orte für Pilger mit viel Kondition gehört der Jakobsweg ab Saint Jean Pied de Port in den französischen Pyrenäen. Die Strecke geht rund 800 Meter lang und birgt viele herausfordernde Etappen. Im ersten Schritt geht es nach Spanien, hier warten steile Aufstiege und harte Abstiege auf die Wanderer.
Die Jakobsweg Spanien Route ist für sehr entschlossene Neulinge oder erfahrene Profis wunderbar geeignet. Die Belohnung für die Mühen zeigen sich in Form von aufregenden Gebirgslandschaften und weiten Ebenen.
In Portugal wartet der Camino Portugues ab Tui
Kulturell reizvoll zeigt sich der portugiesische Weg, der in der Grenzstadt Tui startet. Hier befindet man sich schon auf spanischem Boden, bis zum Ziel sind es noch 120 Kilometer. Es geht während der Reise durch Orte wie Pontevedra und viele mehr. Die Strecke ist mittelschwer und wechselt zwischen Weinbergen, historischen Stadtkernen und Waldwegen ab.
Der Küstenweg führt in Portugal von Baiona an der Küste entlang
Wer das Meer liebt, findet ab Costa de Baiona einen weiteren Weg in Richtung Santiago de Compostela. Es geht über weite Strecken direkt am Atlantik entlang. Wenn die Wellen rauschen und das Salz auf der Haut landet, ist der Weg bis nach Vigo (erste Etappe) gar nicht mehr so weit. Optisch gehört der Küstenweg zu den besonderen Pfaden, denn es geht oft über hölzerne Stege und an Sandstränden entlang. Später vereinigt sich die Route in Redondela mit dem klassischen portugiesischen Weg.
Für Profis ist der Camino de Finisterre ein Muss
In der Antike galt das Kap Finisterre als das Ende der Welt. Bei dieser Tour handelt es sich um eine Fortsetzung des eigentlichen Pilgerpfades. Wer nach dem Trubel in Santiago noch einmal Ruhe und Einsamkeit sucht, sollte sich dafür entscheiden. Das Gelände ist allerdings nur den Profis vorbehalten, denn es ist hügelig und herausfordernd. Wenn am Ende die Sonne im Meer versinkt, ist das aber für viele Pilger eine optimale Belohnung für die Strapazen auf dem gesamten Weg.







