St. Ulrich, auf Italienisch Ortisei, liegt im Grödnertal inmitten der Dolomiten und zählt zu den bekanntesten Orten Südtirols. Die Kulisse aus Langkofel, Sella und Geislerspitzen verleiht dem Tal seinen unverwechselbaren Charakter, während die ladinische Kultur dem Ort eine eigene Identität gibt. Wer hier ankommt, merkt schnell, dass Sprache, Küche und Handwerk eng mit der Landschaft verbunden sind.

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Wohnen mit Aussicht
Für einen Aufenthalt bietet sich ein Hotel in St. Ulrich an, das Ortsnähe und Ruhe verbindet. Von dort sind Fußgängerzone, Kirche und Geschäfte schnell erreicht, und Bahnen sowie Wanderwege lassen sich ohne lange Anfahrt nutzen.
Gerade die Nähe zum Ortskern erweist sich als Vorteil. Morgens ein Cappuccino auf dem Platz, mittags ein Spaziergang entlang des Baches, abends ein Essen in einer Stube mit Holzvertäfelung: Solche Abläufe lassen sich zu Fuß erleben und machen das Tal nahbarer.
Wer mit Kindern reist, profitiert von kurzen Wegen, Spielplätzen und einer Infrastruktur, die auf Familien ausgerichtet ist. Auch Paare finden Rückzugsmöglichkeiten, denn sobald der Ortskern verlassen wird, beginnen Waldwege und stille Wiesen.
Ein Hinweis zur Jahreszeit: Im Hochsommer und zu Weihnachten ist der Ort belebt, im Frühsommer und Herbst dagegen ruhiger und oft günstiger. Wer die Wahl hat, reist deshalb zu Zeiten, in denen Wege und Gasthäuser mehr Platz lassen.
Holzschnitzerei als lebendige Tradition
Seit Jahrhunderten wird in Gröden geschnitzt. Krippenfiguren, Heiligenstatuen und Spielzeug aus Holz haben das Tal in ganz Europa bekannt gemacht. Noch heute arbeiten Werkstätten im Ort, und mancher Besucher erlebt hautnah, wie aus einem Block Zirbenholz eine feine Figur entsteht.
Ein Besuch im Museum oder in einer der Ateliers erklärt, wie sich das Handwerk entwickelt hat und warum es zur Identität des Tals gehört. Auch Gegenwartskünstler greifen die Technik auf und verbinden Tradition mit zeitgenössischen Formen.
Als Erinnerung eignet sich ein kleines Stück Holzkunst besser als ein Souvenir von der Stange. Ein Gespräch mit dem Schnitzer gibt dem Gegenstand zudem eine Geschichte.
Berge für jede Jahreszeit
Im Sommer führen Bahnen auf die Seiser Alm und auf den Raschötz, von wo aus Wege über sanfte Almböden verlaufen. Die Weite der Hochfläche überrascht viele, denn sie wirkt wie ein grünes Meer vor den Zacken der Dolomiten. Auch das benachbarte Seis am Schlern bietet abwechslungsreiche Möglichkeiten für einen Sommerurlaub zwischen Wanderungen, Radtouren und entspannten Stunden in der Natur. Für Ambitionierte stehen Höhenwege rund um Langkofel und Sella bereit.

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Im Winter verwandelt sich das Tal in ein Skigebiet, das Teil der Sella Ronda ist, einer Runde um das Sellamassiv, die an einem Tag mit Skiern bewältigt werden kann. Wer nicht Ski fährt, findet geräumte Winterwanderwege, Rodelbahnen und urige Hütten.
Die Übergangszeiten im Frühling und Herbst werden oft unterschätzt. Im Mai blühen die Wiesen, im Oktober färben sich die Lärchen golden, und die Wege sind angenehm leer.
Ruhetage gehören dazu. Ein Bad im Pool, ein Nachmittag mit Buch und Panorama oder ein Bummel durch die Gassen schaffen Abstand zu den Touren und helfen dem Körper, sich zu erholen. Gerade nach Höhenmetern zahlt sich ein Tag ohne Programm aus, weil die Eindrücke sich setzen können.
Genuss in ladinischer Tradition
Die Küche des Tals verbindet Südtiroler, italienische und ladinische Einflüsse. Krapfen mit Sauerkraut oder Mohn, Schlutzkrapfen, Gerstensuppe und Knödel stehen auf vielen Speisekarten. Dazu passen Weine aus Südtirol, vom frischen Weißburgunder bis zum kräftigen Lagrein.
In Berghütten wird oft einfach, aber ausgezeichnet gekocht. Kaiserschmarrn mit Preiselbeeren und ein Stück Apfelstrudel gehören zu den Klassikern, die nach einer langen Tour besonders gut schmecken.
Ein Tipp für die Planung: Wer im Hochsommer oder in den Weihnachtsferien reist, reserviert Tische frühzeitig. Außerhalb dieser Zeiten reicht häufig ein spontanes Nachfragen, und die Wirte nehmen sich Zeit für Empfehlungen zu Weinen, Wegen und Ausflügen.
Wer die Region kulinarisch erkunden möchte, besucht einen Bauernmarkt oder eine Hofkäserei im Umland. Dort lassen sich Speck, Bergkäse und Brot probieren, die in vielen Familien seit Generationen auf ähnliche Weise hergestellt werden. Aus solchen Begegnungen entsteht ein Bild des Tals, das über Panoramen hinausgeht und noch zu Hause lange nachwirkt, besonders bei der nächsten Brotzeit.





